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Neue Regeln sorgen für mehr Spannung

Eine ganze Reihe von neuen Regeln haben die Vereine der ersten und zweiten Bundesliga mehrheitlich beschlossen, um die Spiele spannender und attraktiver zu machen. Hier stellen wir sie im Einzelnen vor:

Zählweise

In den Bundesligen findet ab der Saison 2016/2017 eine neue Zählweise Anwendung, die auch bei einigen internationalen Turnieren erprobt werden soll, um die Spiele für die Zuschauer spannender zu machen.
Gespielt werden drei Gewinnsätze bis elf Punkte, wobei eine Verlängerung bis 15 Punkte möglich ist.
Steht es 10:10, gewinnt die Seite, die zuerst zwei Punkte Vorsprung hat.
Kommt es dabei zum Stand von 14:14, entscheidet der nächste Punkt (15:14).

Anzahl Matches pro Begegnung

In der 1. Bundesliga werden neuerdings jeweils sieben Matches pro Begegnung ausgetragen. Im Badminton-Oberhaus steht somit ein Spiel mehr im Spielbogen als bislang (Erhöhung von 6 auf 7). Für die Erstligisten kommt das 2. Herrendoppel hinzu. Ab der Saison 2016/2017 werden in der 1. Bundesliga und in den beiden 2. Bundesligen somit folgende Matches absolviert: 1. Herreneinzel, 2. Herreneinzel, Dameneinzel, 1. Herrendoppel, 2. Herrendoppel, Damendoppel, Mixed.

Play-offs um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

Der Modus zur Ermittlung des Deutschen Mannschaftsmeisters wurde grundlegend verändert: Qualifizierten sich bis dato nur die drei Vereine für die DM-Endrunde, die nach Beendigung der Punkterunde die Plätze eins bis drei in der Tabelle belegten, haben nunmehr sechs der insgesamt zehn Teams die Chance, sich den Hans-Riegel-Pokal zu sichern.

Eingeführt wurde ein Play-off-Viertelfinale, in welchem der Tabellendritte gegen den Tabellensechsten und der Tabellenvierte gegen den Tabellenfünften um den Einzug ins Play-off-Halbfinale spielen.

Die beiden Vereine, die nach der Punkterunde auf den Plätzen eins und zwei rangieren, stehen automatisch in der Vorschlussrunde. Im Halbfinale trifft der Tabellenerste auf den am niedrigsten platzierten Sieger der Viertelfinalspiele.

Die vier Mannschaften, die nach Austragung der Viertelfinalspiele „noch im Rennen“ sind, ermitteln den Deutschen Meister im Rahmen eines „Final-Four“. Dieses findet an einem Wochenende und an einem – relativ weit im Vorfeld festgelegten – Ort statt. Während samstags die beiden Halbfinalpartien ausgetragen werden, erfolgt am Sonntag-vormittag das Spiel um Platz drei, ehe am Sonntagmittag der Deutsche Mannschafts-meister gekürt wird.

In den Viertelfinalbegegnungen hat derjenige Verein Heimrecht, der nach Abschluss der Punkterunde in der Tabelle besser platziert war.

Aufstieg in die 1. Bundesliga

Zuletzt stiegen der Tabellenzehnte und der Tabellenneunte nach der Punkterunde automatisch aus der 1. Bundesliga in die jeweilige 2. Bundesliga ab. Umgekehrt hatten der Meister der 2. Bundesliga Nord und der Meister der 2. Bundesliga Süd das Recht, zur nächsten Saison in die Eliteklasse hoch zu rücken – sofern nicht bereits eine andere Mannschaft des Vereins im Badminton-Oberhaus aufschlug. In dem Fall ging das Aufstiegsrecht an den Vizemeister über. Ab der Saison 2016/2017 steigt nur der Tabellenzehnte der 1. Bundesliga direkt ab. Der Tabellenneunte erhält die Möglichkeit, sich im Rahmen einer „Dreierrunde“ vor dem Abstieg zu „retten“. An dieser dürfen neben dem Tabellenneunten zudem die Meister der 2. Bundesliga Nord bzw. Süd teilnehmen. Diese sogenannte „Aufstiegsrunde“ wird ebenfalls an einem Wochenende und an einem – frühzeitig feststehenden – Ort ausgetragen. Die beiden bestplatzierten Teams spielen dann in der folgenden Saison in der ersten Liga.

Punktevergabe pro Begegnung

Um beiden Vereinen, die an einer Begegnung beteiligt sind, einen Anreiz zu bieten, bis zum Schluss um jeden Ball zu kämpfen, erhält die Siegermannschaft bei einem Endstand von 7:0 bzw. 6:1 drei Punkte. Geht diese 5:2 aus, soll der Gewinner zwei Punkte erhalten, steht es nach den sieben Matches 4:3, erhält der Gewinner zwei Punkte und der unterlegene Verein einen Punkt.

Punktesystem